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Positionen zeitgenössischer Zeichnung 2
7. Juni - 12. Juli.2008
Wesentlich für diese Reihe sind künstlerische Positionen, die in Grenzbereichen des Mediums Zeichnung arbeiten.
Pia Linz entwickelt in ihren Arbeiten mittels historisch anmutender Techniken an zentralperspektivische Sehweisen gebundene Raumvorstellungen. Ihre Arbeiten sind geometrische Umraumprojektionen und zweidimensionale Flächenpläne, die als Sehmodelle der Verbildlichung ihres subjektiven Erlebens von Welt fungieren. Durch die in ihren Haubenbildern und Gehäusegravuren erreichte Miniaturisierung der dargestellten Umgebung, wird der Blick ins Detail gezogen und das Ziel der totalen Erfassung geht verloren.
Alexandra Schewski bezieht sich mit ihren Arbeiten auf Räumlichkeiten und Rückzugsorte abseits urbaner Großstädte und Lebensräume. Die Kiefernwälder ihrer Brandenburger Heimat sind Vorlage für Zeichnungen natürlicher Zufluchten. Als Ausgangspunkte für ihre Arbeiten, die immer wieder motivisch die wäldliche Datschensiedlung als erlebte Kindheitserinnerung aufgreifen, bedient sie sich der Licht- und Empfindungsverhältnisse zu unterschiedlichsten Tageszeiten. Diese Lichtspiele entziehen den Landschaften , Objekten und Figuren ihre äußerliche Präsenz und dem Betrachter die Bestimmtheit über das beobachtete Szenario.
Nicole Wendel konzentriert sich bei ihren Arbeiten auf die Medien Zeichnung, Objekt und Installation. Ideen gebende Basis bildet jedoch die Zeichnung, mit welcher sie eine kommunikative Wechselfunktion zwischen Körper und Raum beschreibt. Der Körper als Ort der Passage, des Durchgangs zwischen Innen und Außen, zwischen Wahrnehmung und Umwelt, ist in den Arbeiten von Nicole Wendel eine Symbiose aus Rückzugsgebiet und Bewegung/Veränderung.